Ein Jahr an deiner Seite

Ich warte auf dich!


Ein Jahr an deiner Seite
Kate Saunders
Fischer
416 Seiten
ISBN 978-3-596-19175-8

Klappentext:
„Es war die ganz große Liebe, als sich Marnie und Nick begegneten. Aber seit Nick im Koma liegt, bleibt Marnie nur die Erinnerung ans Glück.
Kann es je wiederkehren? Oder soll Marnie loslassen und das Leben neu anfangen – ohne Nick?“

Bewertung:
Ein Jahr an deiner Seite ist ein Buch, das nach dem Kauf direkt auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) gelandet ist und das ich gerade erst davor gerettet habe. Dabei kann ich nicht unbedingt sagen, ob es sich so sehr gelohnt hat…

Am Anfang des Romans liegt Nick bereits im Koma. Wir wissen weder viel über ihn, noch über die Frau, die ihn jeden Tag besucht: Marnie.
Im Laufe des Buchs erfahren wir jedoch mehr. Die Handlung ist dabei aufgeteilt in Gegenwart und Vergangenheit, alles erzählt aus Marnies Sicht.

In den Abschnitten aus der Vergangenheit erfahren wir, wer Nick vor dem Koma war und auch Marnie lernen wir besser kennen. Die beiden lernten sich am Theater kennen, wo beide arbeiten und verliebten sich ineinander. Sie haben eine perfekte Beziehung, die auch kleinere Krisen schnell überwindet.
Dabei lernen wir auch Marnies beste Freundin Pandora kennen, die auch gleichzeitig ihre Mitbewohnerin ist und ihren Verlobten Luke.
Und wir erfahren, dass Marnies Eltern Christine und Toby von London weg nach Madeira gezogen sind, doch da nicht ganz so glücklich sind, wie gehofft.

Zwischen die eher glücklichen Abschnitte der Vergangenheit mischen sich immer wieder die negativen aus der Gegenwart. Marnie hat ihre eigene Routine entwickelt, in der sie morgens zum Theater und damit zur Arbeit geht und nachmittags ihre Zeit bei Nick im Krankenhaus verbringt.
Ihre Freunde und ihre Eltern machen sich dabei große Sorgen um sie und versuchen sie dazu zu bringen, ihr Leben weiterzuleben.
Die Zeit arbeitet gegen Nick, denn je länger das Koma dauert, umso wahrscheinlicher ist es, das er gar nicht mehr da ist.

Doch Marnie will nicht aufgeben und wartet weiter auf Nick…

Den Anfang des Romans fand ich insgesamt recht eintönig und langweilig. Natürlich fand ich die Tatsache traurig, dass Marnie auf ihren geliebten Freund wartet und ihn jeden Tag im Krankenhaus besucht. Berührt hat mich ihre Geschichte aber am Anfang noch nicht.
Auch als ich so langsam mehr über Marnies und Nicks Beziehung erfuhr und damit ein Aspekt (auf den ich nicht genauer eingehen will) sehr vorhersehbar wurde, ließ das Buch noch auf Interessanteres hoffen.
Das halbe Buch fand ich daher recht langweilig. Das einzig spannende war für mich zunächst nur, dass sich Vergangenheit und Gegenwart abwechseln, sodass man beim Lesen eines Kapitels nicht immer sofort weiß, in welcher Zeit man sich befindet.
Trotzdem konnte ich mich nicht überwinden, den Roman wegzulegen, denn was mit Nick passiert, ließ mich nicht los.
Wird er wieder aufwachen? Bleibt noch Hoffnung für Marnie? Lohnt es sich, auf jemanden zu warten, der vielleicht nicht zurückkehrt?

Auf der einen Seite handelt der Roman also davon, wie man mit einem Verlust umgehen soll, der streng genommen noch keiner ist. Aber neben Verlust und Trauer behandelt er auch das Thema, wie kostbar doch ein Leben ist und wie viel es für andere verändern kann. Diese Aussage fand ich persönlich wirklich sehr schön.

Insgesamt konnte der Roman mich durch einige vorhersehbare Teile also nicht besonders überzeugen. Trotzdem fand ich viele der Charaktere sehr sympathisch und auch das Ende konnte mich überraschen und sogar zu Tränen rühren, sodass ich dem Buch einen Punkt mehr gebe, als ich bis zur Mitte des Buches dachte.

drei-sterne

Lieblingszitat:

>>Ich muss auf Marnie aufpassen, weil sie viel netter ist als ich, und das macht es moralisch verwerflicher, sie zu verletzen.<<
Ihre Loyalität rührt ihn, und er lächelt. >>Ich denke nicht im Traum daran, sie zu verletzen.<<
>>Gut<<, sagt Pan bestimmt. >>Ich war schon Hunderte Male schwer verliebt, und es hat nicht immer viel bedeutet, aber das ist nicht Marnies Stil.<<
>>Hör auf!<< Ich schlage mit dem Geschirrtuch nach ihr. >>Das klingt ja, als wäre ich eine alte viktorianische Gouvernante.<< Pan meint es gut, aber dieses Bild von mir gefällt mir nicht besonders: so sehnsüchtig und jungfräulich wie bei Charlotte Brontë.


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