Der geheime Zirkel – Gemmas Visionen

Der geheime Zirkel – Gemmas Visionen
Libba Bray
dtv Verlag
480 Seiten
ISBN 3423712287


Klappentext


„England, 1895: Gemma und ihre Freundinnen besuchen ein Internat für höhere Töchter. Den strengen Regeln zum Trotz treffen sie sich nachts in einer Höhle zu spiritistischen Séancen. Dabei lesen sie in einem mysteriösen Tagebuch, das von einem magischen Reich berichtet. Eigentlich glauben die Mädchen nicht an so einen Unsinn, aber Gemma hat in Visionen ganz Ähnliches gesehen…“


Bewertung


Der Auftakt der Fanatsyreihe „Der geheime Zirkel“ stand schon lange auf meiner Leseliste. Ich habe mich sehr darauf gefreut und war aktuell, da die Bücher noch einmal neu aufgelegt wurden, in der Stimmung dazu, mein altes Exemplar herauszuholen. Leider eine enttäuschende Entscheidung.
Die Idee der Handlung in einem Mädcheninternat um Ende des 19. Jahrhunderts, in dem sich geheimnisvolle und mystische Dinge ereignen, hat mich sehr angesprochen. Ich hatte Lust auf eine fantastische, düstere Geschichte, zum hineinsinken und abtauchen.
Leider konnte Gemmas Visionen mir diesen Wunsch nicht erfüllen. Zwar hat mir die Idee von Magie, von deren Wirkung, Einfluss und Risiken gut gefallen, allerdings fehlte mir die Tiefe in der Umsetzung. Ich weiß, es handelt sich um den ersten Teil einer Triologie, mir ist also bewusst, dass sich die Geschichte gerade erst entfaltet, aber die Handlung war für mich dennoch zu grob beschrieben und durch zu viele Sprünge unterbrochen, als dass ich sie wirklich genießen konnte. Auch der Schreibstil der Autorin, den ich in meinem ersten Leseerlebnis von ihr (Rezension findet ihr hier) sehr gelobt habe, konnte mich in diesem Buch leider überhaupt nicht überzeugen. (Liegt es an der Übersetzung?) Die Handlungen der Protagonistin und ihre Beweggründe erschienen mir oft nicht nachvollziehbar oder sehr kindisch, was viele Szenen für mich nicht authentisch werden ließ.
Gegen Ende spitzt sich die Handlung jedoch zu und wird besser. Die letzten Seiten sind sehr spannend und enthüllen ein interessantes und (für mich) unerwartetes Geheimnis, sodass mich das Buch trotz allem mit einer gewissen Neugier auf den zweiten Teil zurücklässt, allerdings ohne die nötige Motivation dazu.


Fazit


Eine tolle Idee, mit einer anstrengenden Protagonistin und einer enttäuschenden Umsetzung. Das Ende lässt jedoch auf eine Steigerung in den Folgebänden hoffen.

zwei-sterne


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