Romeos Schatten

„Eine Liebe, im Blut gestorben
Eine Stadt, im Hass gefangen
Ein Ende, das erst ein Anfang ist“

Romeos Schatten
Melinda Taub
Bastei Lübbe
333 Seiten
ISBN 978-3-404-17095-1


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„Seit Generationen bekämpfen sich die Capulets und die Montagues in einer grausamen Fehde – bis der tragische Tod von Romeo und Julia die Familien in Trauer vereint. Doch der Frieden hält nicht lange, und bald fließt wieder jede Nacht Blut in den Straßen der Stadt. Der Fürst von Verona sieht nur einen Weg, die Feindseligkeiten zu beenden: eine Hochzeit zwischen Benovolio, Romeos Vetter, und Rosalinde, einer Cousine Julias. Die beiden können sich nicht ausstehen, und doch hängt das Schicksal der von Intrigen und Hass zerfressenen Stadt von ihnen ab…“

 


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Wir alle kennen die tragische Geschichte von Romeo und Julia. Das Liebespaar schlechthin, deren Liebe Jahrhunderte überdauert und uns immer noch, zumindest in groben Zügen, bekannt ist.
Wir alle kennen die Geschichte über die Feindschaft zwischen Montagues und Capulets, die sich bis aufs Blut bekämpfen.
Wir alle kennen das traurige Ende des Liebespaares.
Doch was wir nicht kennen und auch nicht wissen, ist, wie es danach weitergeht. Montagues und Capulets gibt es auch nach Romeos und Julias Tod noch. Leben sie nun in Frieden miteinander oder geht die Feindschaft weiter? Shakespeare verrät uns davon nichts.

Hier setzt Melinda Taub ihre eigene Geschichte an. Romeo und Julia sind tot, die Familien in Trauer. Doch der Frieden hält nicht lange und so muss schnell eine Idee her, mit der ein dauerhafter Frieden gewahrt werden kann.
Dabei sollen Rosalinde und Benvolio die Lösung sein. Aus je einer Familie sollen die Partner heiraten und die Feindschaft ist beendet. So denkt es sich zumindest der Fürst.
Doch er hat seine Rechnung ohne Rosalinde gemacht, einer Frau, die doch sehr einfallsreich ist, wenn es darum geht, diese Hochzeit zu verhindern.
Aber es geht nicht nur darum, denn auch jemand anderes plant, diese Ehe zu verhindern…

So beginnt diese Fortsetzung von Romeo und Julia und ich muss sagen: Ich liebe dieses Buch!

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Melinda Taub versucht sich an der Sprache des 14./15. Jahrhunderts und es gelingt ihr fantastisch. Immer wieder ertappte ich mich beim Lesen, wie ich seufzend vom Buch aufsah und mich darüber freute, wie schön die Figuren sich doch unterhalten. So klingt selbst ein Satz, der beleidigend gemeint ist, einfach nur zum dahinschmelzen.
Neben der Sprache schwärme ich nun auch für die liebevoll ausgearbeiteten Figuren. So ist Rosalinde für ihre Zeit eine außerordentlich starke Persönlichkeit, die sich nicht alles gefallen lässt, was eine Frau zu tun oder zu lassen hat.
Großartig ist auch ihr Gegenpart Benvolio, der sich von einer Frau und dann auch noch von einer aus der verfeindeten Familie nicht beleidigen lassen will.
Die Dialoge und Wortgefechte zwischen den beiden sind unfassbar schön geschrieben, sodass ich bis zur letzten Seite immer wieder glücklich wie ein kleines Kind an Weihnachten war.

Außerdem hat es mir unheimlich gut gefallen, wie viele Anspielungen an das Original in diesem Roman zu finden sind. Die Autorin weist nach der Handlung des Romans auch noch darauf hin, dass auch andere Teile oder Figuren aus Shakespeare-Werken stammen bzw. daran angelehnt sind. Auch das empfand ich als sehr gelungen.

 


fazit

Letztendlich lässt mich dieses Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. Gefühlt ist es viel zu lange her, dass ich so ein schönes Buch gelesen habe und nun ist es wieder ausgelesen.
Mein Fazit ist trotzdem: Lest dieses Buch! Es wird euch verzaubern.

 

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