Ein einziges Geheimnis

Ein einziges Geheimnis
Simona Ahrnstedt
Egmont Lyx
669 Seiten
ISBN 978-3802599460

Klappentext:

„Alexander de la Grip ist für zwei Dinge bekannt: sein Aussehen und seine Frauengeschichten. Die Medien bezeichnen ihn als „schwedischen Jetset-Prinzen“, doch dass Alexander seine Nächte mit Partys und Sex verbringt, um so der grausamen Leere in seinem Innern zu entkommen, ahnt niemand. Als er auf die toughe Ärztin Isobel Sørensen trifft, weiß er sofort, dass sie seine nächste Eroberung sein wird. Aber auch Isobel verbirgt ein Geheimnis: Ihre Non-Profit-Organisation Medpax steckt in finanziellen Schwierigkeiten, und sie braucht dringend Geld. Geld, das Alexander im Überfluss besitzt … Doch was als Spiel beginnt, wird bitterer Ernst, als Alexander und Isobel erkennen, dass die Menschen nicht immer sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Und während die beiden sich immer näher kommen, sind sie gezwungen, alles infrage zu stellen, was sie zu wissen glaubten. …“


Es war wohl nicht anders zu erwarten. Natürlich musste ich den zweiten Teil der Only one night – Reihe von Simona Ahrnstedt sofort haben, nachdem mir Die Erbin so gut gefallen hat. Heute verrate ich euch, ob ich mit dem Folgeband auch genauso zufrieden bin.

Bewertung

Ein einziges Geheimnis erzählt von zwei sehr unterschiedlichen Charakteren, deren Leben scheinbar keine Überschneidungen hat: Alexander de la Grip, der reiche Playboy, wie er von der Presse bezeichnet wird, und Isobel Sørensen, eine engagierte Ärztin, die für eine Hilfsorganisation ihr Leben in Krisengebieten riskiert. Eine interessante Kombination.
Bereits nach den ersten 50 Seiten hatten mich das Buch, oder vielmehr die Charaktere absolut in ihren Bann gezogen und ich muss sagen, dass sie in diesem Roman deutlich interessanter und tiefgründiger sind. Für mich eine Steigerung, mit der ich sehr zufrieden war. Beide Charaktere sind unglaublich interessant und verbergen viele Facetten unter der Oberfläche, die im Laufe der Handlung langsam entfaltet werden. Einige davon haben mich wirklich überrascht, aber ich möchte euch an dieser Stelle nichts vorwegnehmen, indem ich näher darauf eingehe. Fakt ist jedoch, dass die Romane von Simona Ahrnstedt von den Protagonisten leben, die sehr vielschichtig sind und bei denen es einfach Spaß macht, sie zu entdecken.
Besonders gefallen hat mir auch ein zweiter Handlungstrang, der die Geschichte eines weiteren wichtigen Familienmitglieds der De la Grips erzählt. Diese Nebenhandlung war in meinen Augen unglaublich wichtig und zeitweise konnte ich es kaum abwarten, wieder mehr darüber zu lesen. Diese Nebenhandlung wurde unglaublich feinfühlig und langsam erzählt und hat mich absolut überzeugt.    
Das kann ich von der Haupthandlung leider nicht durchgehend behaupten. Das Kennenlernen, die langsame Entwicklung der beiden Protagonisten… all das hat mir sehr gut gefallen und macht einen wesentlichen Teil des Romans aus. Gegen Ende jedoch, wenn die Handlung sehr intensiv und interessant geworden ist, nimmt die Handlung plötzlich eine Wendung, die für mich nicht ganz nachvollziehbar war und mir die Protagonistin sehr unsympathisch gemacht hat. Im Zuge dieser Wendung kommt es zu einer weiteren, noch unvorhersehbareren Wendung, die mich leider überhaupt nicht überzeugen konnte. Es war einfach so unglaublich unwahrscheinlich.
Nach wie vor bin ich sehr enttäuscht davon, denn das Buch, die Handlung und die Charaktere haben mir fast durchgehend wunderbar gefallen, haben mich überzeugt und absolut mitgerissen. Das Ende jedoch hat mich unzufrieden und kopfschüttelnd sitzen gelassen, mit einer Protagonistin die ich nicht verstehen konnte und einer Handlung die so plötzlich von dem eigentlichen Handlungsstil abgeweicht ist, dass ich es kaum glauben konnte.

Insgesamt habe ich das Buch 500 Seiten lang geliebt, wollte mehr lesen und mehr über die Charaktere erfahren. Ich habe es auch geliebt, dass bekannte Charaktere aus dem ersten Roman auftauchten und deren offenen Geschichten wirklich schön und geschmackvoll aufgeklärt wurden. Nur die letzten 100 Seiten hätte ich mir anders gewünscht. Dafür muss ich einen Stern abziehen. Aber das ist natürlich auch eine Geschmackssache.   
 Trotz allem ein gutes, unterhaltendes, spannendes Buch mit einem ordentlichen Schuss Erotik, der jedoch an keiner Stelle plump oder unwichtig war. Wer sich für dieses Zusammenspiel also begeistern kann, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Simona Ahrnstedt schreibt wunderbar, sodass man praktisch durch die Seiten fliegt.

vier-sterne

 

Lieblingszitat

„Er war schon immer ein couragierter Pokerspieler gewesen. Er liebte dieses Spiel und respektierte es. Er musste an all das denken, was Isobel gesagt hatte. Sie war eine kluge Frau und hatte in vielen Dingen recht.
In einer Sache hatte sie jedoch etwas völlig falsch verstanden. Denn wenn er etwas nicht war, dann ein Gentleman. Und er spielte, um zu gewinnen. Und zwar immer.“


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