Aus Licht gewoben

Nur ein Tropfen Regen verändert ihre ganze Welt…“

Aus Licht gewoben
Alexandra Bracken
Goldmann
352 Seiten
ISBN
978-3-641-06888-2

Klappentext:
„Die sechzehnjährige Sydelle kennt nichts als Trockenheit und Dürre, bis der lang ersehnte Regen kommt – und mit ihm Wayland North. Der mysteriöse Magier ahnt, welch große Gabe Sydelle in sich trägt. Und so wählt er sie als Gefährtin für eine geheime Mission, die die beiden durch viele Gefahren bis in die entlegene Hauptstadt des Königreichs führen soll. Denn nur, wenn Wayland seine inneren Dämonen besiegt und Sydelle ihre wahre Bestimmung erkennt, können die beiden ihrer Heimat neue Hoffnung schenken …“

Bewertung:
Dieser Roman hat mich von seinem Aufbau her an ein eher mäßig gutes Computerspiel erinnert.
Die Rahmenhandlung ist einfach: Bald herrscht Krieg – Sydelle und North müssen ihn verhindern. Was genau dazu geführt hat, ist eher unwichtig, denn schon machen sich die beiden auf die Reise.
Die kommen durch mehrere Städte, in denen sie kleine Aufgaben erledigen, um Geld zu verdienen. Von North erfahren wir erst nicht besonders viel, denn Sydelle erzählt uns die Geschichte. Sie widerrum erledigt Botengänge für Leute in der Stadt.
Das alles wird nur leider mehr zusammengefasst, als erzählt.
Doch dann reisen sie weiter, treffen Leute, die mit North bekannt sind, um irgendwann zu merken, dass sie verfolgt werden.
Dieser Jemand hält sich jedoch erst einmal brav im Hintergrund, um erst später aufzutreten.
Der Plot an sich war mir an einigen Stellen doch viel zu unüberlegt und konnte mich nicht wirklich abholen.
Dafür konnte die Beziehung der Charaktere Sydelle und North etwas mehr bei mir punkten.
Sydelle ist in der Wüste aufgewachsen und träumt seit langem davon, endlich etwas anderes zu sehen als Sand und Dürre.
North auf der anderen Seite ist ein Magier, der schon viel gesehen hat, als er in Sydelles Dorf kommt. Dann nimmt er sie mit sich, ohne zu erklären, warum eigentlich.
Zu Anfang kann Sydelle mit dem jungen Magier nichts anfangen. Er scheint ein seltsamer Kerl zu sein, der gerne mal ein Glas zu viel trinkt. So findet sie ihn erst ignorant und unsympathisch.
Doch langsam kann sie immer wieder Blicke hinter seine Fassade werfen und merkt allmählich, dass in ihm doch ein guter Kern steckt.
Mir hat gut gefallen, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden Figuren verändert und sie sozusagen erst einmal warm miteinander werden müssen.

Insgesamt findet man in diesem Buch eine einfache Grundhandlung, die nicht immer ganz nachvollziehbar ist, aber Charaktere aufweist, die einem durchaus sympathisch werden können.

zwei-sterne

Lieblingszitat:

Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass North mich nicht aus den Augen ließ, aber wenn ich ihn ansah, blickte er schnell zur Decke. Trotzdem fühlte ich mich zum ersten Mal so, als würde er mich wirklich sehen. Es war ihm bewusst, was seine Worte angerichtet hatten und dass ich gehen würde, wenn er mir zu sehr zusetzte. Und ich glaubte, Reue in seinen dunklen Augen zu entdecken. Doch vor allem sah ich eine unglaubliche Traurigkeit. Mir wurde klar, dass ich ihn ebenfalls verletzt hatte.“

(S. 110)


 

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